
Im Druckbereich führt ein Versagen der UV-Härtung oft dazu, dass der Fehler an einem Ort auftaucht, wo man ihn am wenigsten erwartet: eine dünne Schicht aus öligen Rückständen und Tintenresten auf der Oberfläche der Lampe sowie des Reflektors. Diese Schicht nimmt die UV-Photonen bereits vor ihrem Aufprall auf dem Substrat weg. Das Ergebnis sind schwache Vernetzungsprozesse, mangelnde Haftung sowie unerwünschte Störungen während des Prozesses. Man kennt das Problem: Klebrige Tinte, Löcher im Material sowie eine sich je nach Auftrag ändernde Glanzqualität.
Die Lösung liegt nicht darin, mehr Leistung zu nutzen. Vielmehr geht es darum, die Optik sauber und einheitlich zu halten.
Was wirklich wichtig ist
Bei der UV-Härtung kommt es auf die spektrale Ausstrahlung sowie auf die Energiedichte an, die am Substrat ankommt. Quecksilberdampflampen erreichen ihren Höhepunkt bei einer Wellenlänge von 365 nm; starke Strahlungsintensitäten finden sich bei 254 nm und 436 nm – genau dort, wo der Photoinitiator benötigt wird. Reflektoren mit dikroischen Beschichtungen sorgen dafür, dass die spektrale Energieverteilung optimiert wird und die maximale Strahlungsintensität erhalten bleibt, indem sie das Infrarotlicht aus dem Strahlungsbereich entfernen.
Wenn Rückstände die Quarzkapsel bedecken, sinkt die Reflexionseigenschaft und damit auch die Strahlungsintensität. Mit einem Radiometer kann man dies messen: Die Strahlungsintensität wird in mW/cm² angegeben, die Dosis in mJ/cm². Wenn die Bediener erstmal einen Qualitätsabfall bemerken, ist die Strahlungsintensität in der Regel bereits um 15–30 % gesunken.
Warum das in der Praxis funktioniert
Eine tägliche Reinigung bringt den Photonenzustrom wieder auf das gewünschte Niveau und stabilisiert somit den Härtungsprozess. Reinigen Sie die Lampe und den Reflektor mit Isopropylalkohol und einem staubfreien Tuch. Prüfen Sie anschließend, ob es Verunreinigungen gibt. Dadurch wird ein vorzeitiges Alterungsverhalten der Lampe vermieden, und die Geometrie des Reflektors bleibt funktionsfähig.
Mannschaften, die sich an einen festen Zeitplan halten, erhalten eine konstante Strahlungsintensität, weniger Ausschuss und eine längere Lebensdauer der Lampen – um etwa 30 %. Das bedeutet mehr Betriebszeit, weniger Lampenersatz und eine konstante Druckqualität von Schicht zu Schicht.
Was man beachten sollte
Lassen Sie die Lampe immer erst abkühlen und vom Strom getrennt werden, bevor Sie sie reinigen. Tragen Sie beim Umgang mit Quarz Handschuhe – Fingerabdrücke können auf der Oberfläche zurückbleiben. Überprüfen Sie außerdem die elektrischen Anforderungen sowie die Kompatibilität der Anschlüsse mit Ihrem Härtungsmodul. Stellen Sie sicher, dass die Bogenlänge zur Fokalebene des Reflektors passt.
Es gibt allerdings einen Kompromiss: Starke Reinigungsmittel und aggressive Reinigungsgeräte können den Quarz zerkratzen und die dikroische Beschichtung beschädigen – dadurch wird die Strahlungsintensität weiter reduziert. Führen Sie eine Aufzeichnung der Strahlungsintensitätswerte, damit die Reinigung und der Austausch der Lampen auf Daten basieren und nicht auf Vermutungen.