
Wir haben Zeit damit verbracht, 3.000 verschiedene Druckereien zu besuchen. Warum? Weil wir herausfinden wollten, an welchen Stellen die UV-Systeme in der Praxis versagen.
Das Ergebnis war ziemlich einfach: Die meisten Standardlampen sind einfach nicht für die Herausforderungen einer Produktionslinie geeignet. Sie können die ständigen Erschütterungen sowie die hohen Temperaturen nicht aushalten. Deshalb mussten wir von vorne anfangen und uns auf zwei Dinge konzentrieren: Die Temperatur konstant zu halten und sicherzustellen, dass die Wellenlänge genau dort bleibt, wo sie sein sollte.
Der Kampf mit der Hitze
Bei der industriellen Aushärtung ist es notwendig, eine bestimmte Menge an Energie bereitzustellen, damit die Tinte aushärten kann. Wir messen die Leistung der Lampen in Watt pro Zentimeter, um sicherzustellen, dass genügend Energie zur Verfügung steht – insbesondere bei dicken Schichten.
Doch es gibt ein Problem: Mehr Energie bedeutet mehr Wärme. Wenn man die Leistung erhöht, ohne entsprechende Kühlvorrichtungen zu nutzen, führt das zu Problemen. Der Quarzkörper der Lampe kann dabei sogar zerbrechen. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem.
Die richtige Glasart auswählen
Wir verwenden hochreinen gefügten Quarz – denn dieser nimmt kein UV-Licht auf, sondern lässt es durch.
Für die meisten Anwendungen liegt der optimale Bereich zwischen 365 nm und 395 nm. Doch wir wissen, dass jede Anwendung unterschiedlich ist. Ob es sich um eine dünne Oberflächenbeschichtung oder um einen dickflüssigen Kleber handelt – wir können die Lampen so anpassen, dass das Spektrum den spezifischen Anforderungen entspricht.
Keine schwachen Komponenten mehr
Wir hatten genug von den schwachen Steckverbindungen, die immer wieder versagten. Das ist frustrierend.
Wenn eine Lampe nicht richtig sitzt, kommt es zu Flackern oder die Lampe geht viel zu früh kaputt. Wir haben das Problem gelöst, indem wir darauf geachtet haben, dass die Lampen fest sitzen – dadurch entstehen keine störenden Funken an den Elektroden. Außerdem sind diese Lampen als Ersatzteile konzipiert – man kann sie einfach in die vorhandenen Halterungen einsetzen, ohne die gesamte Anlage umkonfigurieren zu müssen.
Die ehrliche Abwägung
Ich sage es direkt: Eine hohe Leistung führt zu einer kürzeren Lebensdauer der Lampen.
Man erhält zwar schnellere Arbeitsgeschwindigkeiten, was gut für den Umsatz ist – doch man muss die Lampen häufiger ersetzen. Achten Sie darauf, wie hoch die Leistung ist. Sobald sie unter 80 % fällt, wird die Tinte „klebrig“ – dadurch wird viel Material verschwendet.
Letztendlich kommt es darauf an, wie man Geschwindigkeit und Wartungsaufwand in Einklang bringt.